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Waschen, Schneiden, Legen – Das Spiegel Institut auf der Research+

Waschen, Schneiden, Legen – Das Spiegel Institut auf der Research+

Am Donnerstag, den 24. April 2014, fand die zweite Research+ in Mannheim statt. Auf dieser Vortragsreihe der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung DGOF treffen sich einmal jährlich Online-, Markt- und Sozialforscher zum Offline-Austausch. Gesponsert wurde die Veranstaltung durch das Stadtmarketing Mannheim, das Spiegel Institut, linkfluence und Q I Agentur für Forschung sowie marktforschung.de als Medienpartner.

Ort des Geschehens war wieder der Friseursalon des Hairdresser Morph – eine Location, deren Potenzial für die Sozial- und Meinungsforschung bisher vielleicht zu wenig ausgeschöpft wurde. Doch an diesem Abend, als auch die letze Trockenhaube abgekühlt war, bot sie eine originelle Kulisse für die vier Impulsvorträge.

Unter dem Titel „Digging deeper – Begleitende Marktforschung mit Online-Communities“ gewährten Wiebke Müller und Nikolai Pärsch vom Spiegel Institut gemeinschaftlich Einblicke in die qualitative Online-Marktforschung. Das Spiegel Institut betreibt hierfür seit vielen Jahren die selbstentwickelte Erhebungsplattform logInsight®, auf der alle Methoden wie Foren, Chats, Diaries etc. Anwendung finden.

Nikolai Pärsch stellte dar, wie Communities für Kurzzeitstudien (über mehrere Wochen) und Langzeitstudien (über mehrere Monate) im Institut eingesetzt werden. Beide werden häufig mit ethnografischen Interviews mit EthnObserve® kombiniert, was drei große Vorteile mit sich bringt:

  1. Man erhält in der Community Antworten auf viele Forschungsfragen und kann diese ergänzend einfach online quantifizieren.
  2. Die individuellen Aktivitäten und Meinungsäußerungen vermitteln den Forschenden einen guten ersten Eindruck von den Teilnehmern und dienen als Basis für die Auswahl der interessantesten Probanden für anschließende Einzelgespräche.
  3. Das kognitive Involvement der Teilnehmer bei den Einzelinterviews ist durch die vorherige Auseinandersetzung in der Community deutlich höher, die diskutierten Inhalte wesentlich tiefgründiger.

Wiebke Müller schilderte im Anschluss die Erfahrungen mit der Moderation von Communities und der Motivation der Teilnehmer. Auch in einem Online-Forum lassen sich ähnliche Typen wie in Gruppendiskussionen identifizieren:

  • Mit Sascha Spam
  • Ute Unsicher
  • Marco Möchtegern-Moderator
  • und Hans Herablassend

hat der Moderator alle Hände voll zu tun. Wertschätzung, Challenges, Gamification und Aufträge gelten als wichtigste Mittel, die Teilnehmer bei Laune und die Drop-out-Rate gering zu halten.

Mit erfrischenden literarischen Ergüssen, Stilblüten und Impressionen aus den Communities der letzten Jahre schlossen die beiden Online-Forscher ihren Vortrag.

Der anschließende Erfahrungsaustausch bei frühsommerlichen Temperaturen rundete den rundum gelungenen Abend ab.