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Wie viel Elektromotor darf es sein?

Wie viel Elektromotor darf es sein?

Eine aktuelle Studie des Spiegel Institut Mannheim zeigt eindrucksvoll, dass die Vorstellungen der Automobilindustrie und der Konsumenten zur Elektromobilität noch weit auseinanderliegen. Die Frage nach der Zukunft der Antriebskonzepte scheint bei den Konsumenten noch völlig offen.

Brühl b. Mannheim, Februar 2012 – Bei der Entwicklung der ersten Hybridmodelle für den Massenmarkt hielten sich die deutschen Automobilhersteller zunächst vornehm zurück und überließen den asiatischen Herstellern die ersten Gehversuche. Und auch die ersten serienreifen Elektrofahrzeuge sind nicht von führenden deutschen Automobilherstellern, wie Audi, BMW oder Mercedes. Das Hauptargument der Industrie: Man möchte abwarten, bis die Technologie so ausgreift ist, das sie den eigenen und den Ansprüchen der Kunden gerecht wird.

Vor diesem Hintergrund ist es geradezu verständlich, dass sich die Konsumenten nun fragen, welche Antriebstechnologie das Erbe des traditionellen Verbrennungsmotors antritt. Die Auswahl der Antriebskonzepte ist groß, reicht die Spanne doch von Hybrid- und Elektroantrieb bis hin zu völlig anderen Konzepten wie Brennstoffzelle oder Wasserstoffverbrennungsmotor.

Das Spiegel Institut Mannheim interessierte sich daher im Rahmen einer Onlinestudie für die aktuellen Erwartungen der Verbraucher.

Hybrid im Kopf verankert

Im Rahmen dieser Studie wurden insgesamt 402 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Auf die Frage hin, welche Technologie den traditionellen Benzin- oder Diesel-Verbrennungsmotor am ehesten als Standard ersetzen wird, wählten überraschend 36 Prozent den Hybridantrieb. Lediglich jeder Fünfte sah den neuen Standard im Elektromotor und gar 14 Prozent glaubten weiterhin, dass der Verbrennungsmotor Primus bleiben wird. Darüber hinaus meinten 6 Prozent, dass der nächste Standard eine andere, heute noch unbekannte Technologie sein wird.

Welche Technologie wird aus Ihrer Sicht den traditionellen Verbrennungsmotor als Standard ablösen?Sehr aufschlussreich war auch, wann sich Konsumenten realistisch vorstellen könnten, ihr erstes Elektrofahrzeug zu erwerben: Nur knapp 15 Prozent schätzen, dass dies in den kommenden drei Jahren, also bis 2014 der Fall sein wird. Ein Viertel sieht die Jahre 2015 oder 2016 als am wahrscheinlichsten an. Die Mehrheit von 47 Prozent hält die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs nicht vor 2017 für denkbar. Nach neuesten Erkenntnissen ist der Automobilmarkt im Bereich alternativer Antrieb im vergangen Jahr leicht rückläufig gewesen. 2011 entschieden sich nur 0,82 Prozent für einen alternativen Antrieb.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die Konsumenten dem Thema Elektroantrieb als neuem Standard eher skeptisch gegenüberstehen. „Der Konsument“, so Dipl. Psychologe Dirk Obermeier von Spiegel Institut Mannheim, „ist aufgrund der massiven Kommunikation der Automobilindustrie irritiert, was das Angebot der alternativen Antriebskonzepte angeht. Leidglich das Thema Hybrid ist in den Köpfen verankert.“

Angebot und Erwartungen der Konsumenten sind dementsprechend noch nicht in Einklang gebracht und man wird gespannt abwarten dürfen, wie sich der Konsument in Zukunft entscheidet.

Pressekontakt:
Manuela Elkemann

Spiegel Institut Holding GmbH & Co. KG
Eastsite VI
Hermsheimer Straße 5
68163 Mannheim

Telefon: +49-621-72844-182
E-Mail: m.elkemann@spiegel-institut.de