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Tachistoskopische Verfahren

Tachistoskopische Verfahren

Tachistoskopische Verfahren zählen zu den aktualgenetischen Verfahren, mit deren Hilfe das Entstehen eines Eindruckes durch die Wahrnehmung eines visuellen Reizes untersucht werden soll.

Dies geschieht durch den allmählichen Abbau einer anfangs eingeführten Erschwerung der Wahrnehmung im Verlauf mehrerer wiederholter Darbietungen desselben Reizmusters.

Dies kann z.B. die Darbietung einer Werbeanzeige sein. Die erste Darbietung umfasst nur wenige Millisekunden. Im weiteren Verlauf wird die Dauer der Darbietungszeit für jeden Durchgang weiter erhöht. Die Versuchspersonen werden nach jeder Darbietung aufgefordert, möglichst ohne längeres Überlegen spontan auf die dargebotenen Reize zu reagieren und ihre Wahrnehmung zu schildern. Mit dieser Methode können dann jene Komponenten eines Bildes, einer Werbeanzeige oder eines Produktes identifiziert werden, die für bestimmte (frühe) emotionale Eindrücke oder eine frühe Erkennung der Werbebotschaft, bzw. der umworbenen Marke oder des Produktes verantwortlich sind.

Die gewonnenen Informationen aus einer tachistoskopischen Untersuchung werden für die Gestaltung von Produkten oder Werbeanzeigen verwendet.

Das Spiegel Institut hat hierzu ein digitales computergestütztes Tachistoskop (digiTach©) entwickelt, bei dem die Wahrnehmung durch eine deutlich verkürzte Darbietungszeit von bis zu 20 Millisekunden einer Vorlage erschwert wird.

digiTach© leistet:

  • Untersuchung des Entstehens eines Eindrucks visueller Reize
  • Identifikation von Reizkomponenten, die für bestimmte Eindrücke verantwortlich sind
  • Einsatz v.a. zur Untersuchung von Printwerbung
  • Standardisierter Ablauf mit drei Darbietungszeiten und anschließenden Fragen zu:
    - emotionalem Eindruck
    - wahrgenommenem Gegenständlichen
    - Marken- und Produkterkennung